Altensteig im Nordschwarzwald: Warum Lage und Bebauung den Schädlingsdruck erhöhen
Altensteig erstreckt sich mit seinen zwölf Ortsteilen über ein hügeliges, waldreiches Terrain im Landkreis Calw. Die Stadt liegt auf einer Höhe von rund 450 bis über 700 Metern über dem Meeresspiegel, was zu kühlen, feuchten Wintern und milden Sommern führt. Diese klimatischen Bedingungen begünstigen bestimmte Schädlinge: Feuchtigkeit in Kellern und Kriechräumen lockt Silberfischchen und Kellerasseln an, während die nahen Wälder als Reservoir für Nager und Wildschweine dienen, die immer wieder in Siedlungsnähe vordringen.
Die historische Altstadt von Altensteig mit ihrer Burg, dem mittelalterlichen Marktplatz und den charakteristischen Fachwerkhäusern ist nicht nur touristisch attraktiv, sondern auch strukturell anfällig für Holzschädlinge wie den Gemeinen Nagekäfer (Anobium punctatum) und den Hausbock. Alte Holzbalken, schlecht gedämmte Dachböden und verwitterte Mauerwerksabschnitte bieten Schädlingen ideale Nistmöglichkeiten. In den ländlichen Ortsteilen wie Garrweiler, Wart und Zumweiler kommen zudem Scheunen und landwirtschaftliche Nebengebäude hinzu, in denen Ratten und Mäuse Nahrung und Unterschlupf finden.
Auch die Nähe zur Nagold und zu weiteren Bachläufen, die durch das Stadtgebiet verlaufen, spielt eine Rolle: Fließgewässer sind klassische Ausbreitungskorridore für Wanderratten (Rattus norvegicus), die entlang der Ufer in Kanalisation und Gebäudekeller eindringen. Wer in Altensteig oder seinen Ortsteilen baut, saniert oder ein älteres Objekt bewohnt, sollte regelmäßige Kontrollen einplanen.





