Altötting und seine besonderen Rahmenbedingungen für Schädlingsbefall
Die Stadt Altötting liegt im südostbayerischen Inn-Salzach-Raum, eingebettet zwischen dem Isental im Norden und dem Inn im Süden. Das Klima ist kontinental-mild mit vergleichsweise warmen Sommern, was die Vermehrungszyklen von Insekten wie Bettwanzen, Schaben und Holzwürmern begünstigt. Der Inn-Korridor bietet Wanderratten und Bisamratten optimale Lebensräume, von denen aus sie in angrenzende Siedlungsbereiche, Lager und Kelleranlagen vordringen.
Die historische Altstadt mit ihren Gründerzeithäusern, Pilgerherbergen und kirchlichen Gebäuden besitzt oft Hohlräume, alte Holzbalkendecken und wenig einsehbare Kellerbereiche - ideale Verstecke für Holzschädlinge und Nager. Gleichzeitig bringen die Ortsteile Dorfen, Graming, Staudham und Unterholzhausen landwirtschaftliche Strukturen mit: Scheunen, Getreidesilos und Stallanlagen ziehen Mäuse, Ratten und vorratsschädliche Insekten an. In Gewerbegebieten rund um Altötting, wo die Chemie- und Pharmaindustrie vertreten ist, gelten strenge Hygienevorgaben - ein Schädlingsbefall kann hier erhebliche betriebliche und rechtliche Konsequenzen haben.
Der Pilgertourismus sorgt darüber hinaus für einen kontinuierlichen Gästeverkehr, der im schlimmsten Fall Bettwanzen einschleppt. Hotels, Pensionen und private Vermietungen rund um den Kapellplatz sind daher besonders gefährdete Objekte, die regelmäßige Kontrollen und ein schnelles Eingreifkonzept benötigen.





