Angermünde und die Uckermark: Warum Schädlinge hier besonders aktiv sind
Die Stadt Angermünde und ihre Ortsteile erstrecken sich über ein weitläufiges, teils bewaldetes und teils agrarisch geprägtes Gebiet im Nordosten Brandenburgs. Die Nähe zu Wäldern, Feuchtwiesen und den zahlreichen Seen der Uckermark sorgt dafür, dass Wildnagerpopulationen hier erheblich größer sind als in städtischen Ballungsräumen. Ratten und Mäuse wandern insbesondere in Herbst- und Wintermonaten aus den Feldgehölzen und Kornkammern in bewohnte Gebäude ein. Auch die historische Bausubstanz, viele Häuser in der Innenstadt von Angermünde stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, bietet durch undichte Keller, alte Leitungsschächte und marode Fundamentdurchführungen ideale Eintrittspunkte.
Die landwirtschaftliche Struktur der Umgebung, mit Getreide- und Rapsflächen rund um Orte wie Mürow, Kerkow und Biesenbrow, begünstigt zudem hohe Insektendichten. Schaben finden in Großküchen, Bäckereien und Lebensmittelbetrieben im Angermünder Stadtgebiet optimale Bedingungen, während Vorratschädlinge wie Mehlmotten und Kornkäfer in älteren Lagerhäusern häufig unbemerkt Fuß fassen. Die touristische Infrastruktur des Naturparks Uckermärkische Seen bringt außerdem einen erhöhten Bettwanzen-Eintragsdruck in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen mit sich.
Das vergleichsweise feuchte Kontinentalklima der Region, mit kalten Wintern und warmen Sommern, begünstigt auch die Entwicklung von Kellerasseln, Silberfischchen und Schimmelpilz-assoziierten Schädlingen in schlecht belüfteten Altbauten. Wer in Herzsprung, Leopoldsthal oder Henriettenhof ein älteres Gehöft bewohnt oder bewirtschaftet, kennt die Problematik gut.





