Aurich und seine Besonderheiten als Lebensraum für Schädlinge
Aurich liegt im Herzen Ostfrieslands auf einer Geesterhöhung, umgeben von ausgedehnten Marsch- und Moorlandschaften. Der Landkreis zählt zu den niederschlagsreichsten Regionen Niedersachsens, und die hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt das Gedeihen vieler Schädlinge. Kellerasseln, Silberfischchen und Schimmelfolgeschädlinge fühlen sich in feuchten Untergeschossen und schlecht belüfteten Kriechkellern besonders wohl - ein typisches Problem in den älteren Backstein-Gebäuden der Auricher Innenstadt sowie in den historischen Hofanlagen der umliegenden Ortsteile wie Extum, Haxtum oder Kirchdorf.
Die landwirtschaftlich geprägte Umgebung - Grünland, Ackerstreifen, Entwässerungsgräben - liefert optimale Brutstätten für Wanderratten (Rattus norvegicus) und Mäuse. Entlang der Kanäle und Gräben, die das Auricher Stadtgebiet durchziehen, finden Nager ideale Wanderkorridore und nisten sich von dort aus schnell in Gebäude ein. Hinzu kommt der Tourismus: Besucher aus ganz Deutschland und den Niederlanden reisen durch Ostfriesland, und mit ihnen können Bettwanzen in Herbergen, Hotels und privaten Ferienunterkünften eingeschleppt werden.
In Gewerbegebieten wie dem nördlichen Industriegebiet Aurichs sowie in Lebensmittelbetrieben und Gaststätten stellt der Schädlingsdruck durch Schaben (Blattodea) und Vorratsschädlinge eine reale Betriebsgefahr dar, denn ein dokumentierter Befall kann behördliche Konsequenzen nach §5 der Biozid-Durchführungsverordnung nach sich ziehen.





