Bad Bentheim und seine Besonderheiten als Einsatzgebiet
Die Stadt Bad Bentheim erstreckt sich auf einer Fläche von rund 122 Quadratkilometern im Landkreis Grafschaft Bentheim und grenzt unmittelbar an die Niederlande. Dieser grenzüberschreitende Charakter hat städtebauliche und wirtschaftliche Folgen: Grenznahe Logistikflächen und Gewerbegebiete ziehen vor allem Nagetiere und Schaben an, die im Warenverkehr mitreisen. Gleichzeitig prägen kleine Ortsteile wie Achterberg, Holt, Kuhlen und Smuddenhoek das Bild einer kleinteiligen, teilweise ländlichen Bebauung mit alten Bauernhäusern, Fachwerkhöfen und Nebengebäuden aus Bentheimer Sandstein.
Die naturräumliche Lage zwischen dem Bentheimer Wald, dem Gildehauser Venn und den Bachniederungen schafft ideale Lebensräume für Wanderratten, Mäuse und Ameisen, die regelmäßig in Wohngebäude und Gastronomiebetriebe eindringen. Der Kurhotelbetrieb in der Innenstadt und der ausgeprägte Tagesausflugstourismus erhöhen zudem das Risiko für Bettwanzenverschleppung - ein Problem, das Beherbergungsbetriebe im gesamten Stadtgebiet kennen, von der Altstadt Bentheim bis in die ruhigeren Wohnlagen von Bardenhorst und Westenberg.
Hinzu kommt das feucht-maritime Klima an der Grenze zum niederländischen Tiefland: Hohe Jahresfeuchte und milde Winter begünstigen die Überwinterung von Schädlingen wie der Gemeinen Bettwanze (Cimex lectularius), Silberfischchen und verschiedenen Schimmelfolgern. Wer hier Schädlinge unterschätzt, riskiert, dass sich Populationen über den Winter halten und im Frühjahr explosionsartig wachsen.





