Bad Driburg: Geografie, Bebauung und Schädlingsdruck im Kurort
Bad Driburg liegt im Kreis Höxter im östlichen Nordrhein-Westfalen, eingebettet zwischen den Ausläufern des Teutoburger Waldes und dem Eggegebirge. Die Stadt gliedert sich in elf Ortsteile - von der Kernstadt bis zu kleinen Streusiedlungen wie Aschenhütte und Kühlsen. Diese Kombination aus Kurortinfrastruktur, landwirtschaftlichen Betrieben, Wäldern und historischer Bebauung erzeugt einen spezifischen Schädlingsdruck, der sich deutlich von rein städtischen Räumen unterscheidet.
Die zahlreichen Fachwerkhäuser und Altbauten in der Kernstadt sowie in Dringenberg und Neuenheerse bieten durch Risse im Mauerwerk, alte Holzbalken und ungedämmte Dachböden ideale Eintrittspforten für Nagetiere, Holzschädlinge und Insekten. Das Kurparkgelände und die angrenzenden Grünflächen fördern zudem Wespenvölker und Hornissen, die im Sommer häufig in Dachhohlräumen oder Rollladenkästen siedeln. Die Nähe zu landwirtschaftlichen Flächen in Erpentrup, Herste und Reelsen begünstigt darüber hinaus den Eintrag von Feldmäusen und Wanderratten in Gebäude - besonders im Herbst, wenn die Feldfrüchte geerntet werden und die Tiere Schutz im Warmen suchen.
Für Beherbergungsbetriebe und Hotels rund um den Kurpark ist Bettwanzenbefall eine ernsthafte Gefahr: Touristischer Reiseverkehr aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland erhöht das Einschleppungsrisiko erheblich. Ein einziger befallener Koffer reicht aus, um Cimex lectularius (Bettwanze) im gesamten Gebäudetrakt zu verbreiten.





