Bad Frankenhausen im Kyffhäuserkreis: Geografie und Schädlingsdruck
Bad Frankenhausen liegt auf rund 150 bis 200 Metern Höhe am Südhang des Kyffhäusers, eingebettet zwischen dem Kyffhäusergebirge im Süden und der weiten Thüringer Goldenen Aue im Norden. Diese naturräumliche Lage hat direkte Auswirkungen auf den Schädlingsdruck in der Stadt: Die angrenzenden Ackerflächen und Grünlandbereiche rund um Seehausen und Udersleben bieten Feldmäusen und Wanderratten großflächige Lebensräume, von denen aus sie in die bebauton Randbereiche der Stadt und in die Ortsteillagen einwandern, sobald die landwirtschaftliche Ernte abgeschlossen ist und der natürliche Deckungsschutz auf den Feldern schwindet.
Der Stadtbereich selbst ist durch eine für ostthüringische Kleinstädte typische Mischung aus Gründerzeitbauten, DDR-Plattenbauquartieren und Einfamilienhäusern aus den 1990er Jahren geprägt. Ältere Kanalisation und lückenhafte Gebäudeabdichtungen machen insbesondere die Innenstadt und das Kurgebiet rund um den Soleparksolo anfällig für Nagetierbefall im Untergeschoss. Hinzu kommt, dass Bad Frankenhausen als anerkanntes Heilbad Besucher aus ganz Deutschland anzieht: Hotels, Pensionen und Kureinrichtungen stehen damit statistisch vor einem erhöhten Risiko für eingeschleppte Schädlinge wie Bettwanzen oder Kleidermotten.
Für die Ortsteile Ringleben, Ichstedt, Esperstedt, Seehausen und Udersleben gilt besonders: Dörfliche Strukturen mit Scheunen, alten Stallgebäuden und weitläufigen Gärten bieten Tauben, Mardern und Nagern attraktive Nistmöglichkeiten, die ohne fachgerechte Bekämpfung schnell zur dauerhaften Besiedelung führen.





