Warum Bad Gandersheim einen erhöhten Schädlingsdruck kennt
Die geografische Lage Bad Gandersheims im Übergang zwischen dem Leinetal und dem Harzvorland bringt ein feuchtkühles Mikroklima mit sich, das bestimmten Schädlingsarten besonders entgegenkommt. Die Gande, der namensgebende Fluss, und ihre Zuläufe schaffen feuchte Uferbereiche, in denen sich Wanderratten (Rattus norvegicus) und Hausmäuse schnell ansiedeln. Gleichzeitig sorgen die ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen rund um Dankelsheim, Gremsheim und Heckenbeck dafür, dass Nagetiere saisonal in angrenzende Wohngebiete ausweichen, sobald Felder abgeerntet werden.
Das Stadtbild wird von teils mehrere Jahrhunderte alten Fachwerkbauten dominiert. Holzgebälk, Lehmgefache und schlecht isolierte Dachböden bieten holzschädigenden Insekten wie dem Hausbockkäfer (Hylotrupes bajulus) und dem Echten Holzwurm (Anobium punctatum) Lebensraum. Auch Schimmelsporen und erhöhte Luftfeuchtigkeit in Kellern fördern den Befall durch Silberfischchen und Kellerasseln. Wer in einem historischen Gebäude in der Innenstadt oder in einem der Kuranlagen-nahen Häuser wohnt, sollte Anzeichen eines Befalls daher frühzeitig ernst nehmen.
Darüber hinaus zieht die Funktion Bad Gandersheims als Kurort mit Tagestourismus und Festhofbetrieb (Domfestspiele) im Sommer eine erhöhte Frequentierung von Gastronomiebetrieben, Hotels und Pensionen nach sich. Lebensmittelverarbeitende Betriebe und Beherbergungsbetriebe sind gemäß den Vorgaben der Lebensmittelhygiene-Verordnung (EU) Nr. 852/2004 verpflichtet, ein dokumentiertes Schädlingsmonitoring vorzuhalten - ein Bereich, in dem unsere Partnerbetriebe regelmäßig unterstützen.





