Bad Kissingen: Kurstadt mit besonderem Schädlingsdruck
Bad Kissingen liegt im gleichnamigen Landkreis im bayerischen Unterfranken, eingebettet in das Tal der Fränkischen Saale. Die Stadt vereint mehrere Faktoren, die den Schädlingsdruck erhöhen: ein mildes Mikroklima im geschützten Talkessel, eine dichte Hotelinfrastruktur mit tausenden Übernachtungsgästen jährlich sowie einen hohen Anteil an Altbausubstanz aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Viele Gebäude verfügen über ausgedehnte Keller- und Kanalsysteme, die Ratten und Mäusen ideale Wanderrouten bieten.
Besonders die Nähe zur Fränkischen Saale und der umliegenden Auenlandschaft begünstigt den Zuzug von Wanderratten (Rattus norvegicus) aus dem Freiland in bebaute Bereiche. In den Ortsteilen Winkels und Hausen bei Bad Kissingen, wo landwirtschaftliche Nutzflächen unmittelbar an Wohnbebauung grenzen, treten Mäusebefall und Ratten besonders häufig auf. Gleichzeitig sorgt der internationale Kurgasttourismus dafür, dass Bettwanzen regelmäßig in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen eingeschleppt werden.
Auch der Bereich rund um den Rosengarten und den Luitpoldpark, wo alte Baumbestände und Grünanlagen an Wohngebiete stoßen, bietet Wespen und Hornissen ideale Neststandorte - sowohl in Hohlräumen alter Fassaden als auch in Dachböden historischer Villen.





