Bad Säckingen und seine Lage als Schädlings-Risikogebiet
Die geografische Lage Bad Säckingens am Ufer des Rheins bringt besondere Herausforderungen mit sich. Das feuchte, milde Hochrhein-Klima mit vergleichsweise warmen Wintern und hoher Luftfeuchtigkeit begünstigt das ganzjährige Überleben und die Vermehrung von Schädlingen, die andernorts durch Kälteperioden dezimiert werden. Ratten und Wanderratten (Rattus norvegicus) nutzen die Kanalisation und die Uferbereiche entlang des Rheins als Ausbreitungskorridore und gelangen von dort in angrenzende Keller, Garagen und Erdgeschossräume - sowohl in der Innenstadt als auch in den Ortsteilen Wallbach und Rippolingen.
Der historische Altbaubestand rund um die Altstadt und das Fridolinsmünster weist häufig ältere Mauerwerks- und Holzbalkenstrukturen auf, die Nagern, Ameisen und holzzerstörenden Insekten wie dem Hausbock ideale Lebensbedingungen bieten. In Obersäckingen und Harpolingen hingegen überwiegt neuere Wohnbebauung, doch auch hier treten durch den angrenzenden Gartenbereich und die Nähe zu landwirtschaftlichen Flächen regelmäßig Schädlinge auf. Die Tourismus-Infrastruktur der Stadt - Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Gastronomie - erhöht zudem das Risiko der Einschleppung von Bettwanzen und Schaben erheblich.
Hinzu kommt die Grenznähe zur Schweiz: Internationale Reisebewegungen über den Grenzübergang Säckingen-Stein erhöhen statistisch die Wahrscheinlichkeit des Eintrags von Schädlingen, die in Zentraleuropa sonst seltener vorkommen, darunter bestimmte Tropenschaben-Arten.





