Bad Waldsee: Lage, Bebauung und Schädlingsdruck
Bad Waldsee liegt auf rund 590 Metern Höhe im oberschwäbischen Hügelland, umgeben von Seen, Mooren und landwirtschaftlichen Flächen. Der Stadtsee und der nahe Schlosssee sorgen für eine hohe Luftfeuchtigkeit, die Nagern, Schaben und bestimmten Insektenarten das ganzjährige Überleben erleichtert. Der Landkreis Ravensburg gehört zu den niederschlagsreichsten Regionen Deutschlands südlich der Schwäbischen Alb, was das Mikroklima für feuchteliebende Schädlinge wie Silberfischchen und Kellerasseln begünstigt.
Die Bebauungsstruktur ist vielfältig: Im historischen Stadtkern finden sich enge Fachwerkhäuser mit alten Kellergewölben und schwer zugänglichen Hohlräumen, die Ratten und Mäusen ideale Verstecke bieten. In den Außenbereichen wie Hittelkofen, Kümmerazhofen oder Hopfenweiler dominieren landwirtschaftliche Hofstellen und Einfamilienhäuser mit Scheunen, in denen Vorratsschädlinge wie Kornkäfer, Getreidemotten oder Mehlmotten regelmäßig auftreten. Die Kureinrichtungen und Hotels rund um den Kurpark sind aufgrund des hohen Gästedurchlaufs besonders anfällig für eingeschleppte Bettwanzen.
Hinzu kommt die Nähe zu Ravensburg und Biberach an der Riß sowie zur A96, die einen lebhaften Liefer- und Warenverkehr erzeugt. Über Verpackungen, Paletten und Transportmittel gelangen immer wieder Schädlinge in Lagerhallen und Gewerbebetriebe im Stadtgebiet.





