Bamberg und seine Besonderheiten als Einsatzgebiet
Bamberg ist in Deutschland vor allem für seine nahezu vollständig erhaltene mittelalterliche Innenstadt bekannt, die seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Diese historische Bausubstanz ist aus Sicht der Schädlingsbekämpfung ein besonderes Thema: Alte Fachwerkhäuser, Sandsteinkeller, historische Dachstühle und gewachsene Kanalstrukturen unterhalb der Altstadt bieten Nagetieren und Insekten ideale Rückzugs- und Nistmöglichkeiten. Risse in altem Mauerwerk, undichte Abwasserleitungen und schlecht isolierte Kellerabgänge sind typische Eintrittspforten, die in jüngerer Bausubstanz seltener anzutreffen sind.
Die geografische Lage Bambergs an der Regnitz und in unmittelbarer Nähe des Rhein-Main-Donau-Kanals begünstigt darüber hinaus eine erhöhte Populationsdichte bei wasseraffinen Schädlingen. Ratten der Art Rattus norvegicus wandern entlang von Uferbereichen und Entwässerungsgräben in bewohnte Gebiete ein, besonders in den flussnah gelegenen Stadtteilen Gaustadt und Bug. Hinzu kommen die ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen rund um Wildensorg und Kramersfeld, die im Herbst bei der Ernte Mäuse und Ratten in die städtischen Randbereiche treiben.
Bambergs Gastronomie und Brauereiwesen - die Stadt ist bekannt für ihre neun ansässigen Brauereien und das Rauchbier - schafft zusätzliche Risikoobjekte: Mälzereien, Brauereigebäude und Gastronomieflächen mit organischen Lagerstoffen bieten Schaben, Vorratsschädlingen und Nagern optimale Ernährungsgrundlagen. Unser Netzwerk kennt diese regionalen Gegebenheiten und setzt entsprechend gezielte Bekämpfungsmaßnahmen ein.





