Bargteheide und der Kreis Stormarn: Warum Schädlinge hier ideale Bedingungen finden
Bargteheide ist mit rund 13.600 Einwohnern eine mittelgroße Kleinstadt, die in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen ist. Die Kombination aus älterem Gebäudebestand in der Innenstadt, neu erschlossenen Wohngebieten am Stadtrand und einem gut frequentierten S-Bahn- und Fernbahnhof schafft unterschiedlichste Lebensräume für Schädlinge. Die A1 und die Bahnstrecke Hamburg-Lübeck fungieren als Ausbreitungskorridore für Wanderratten (Rattus norvegicus), die entlang von Gleisanlagen und Entwässerungsschächten in Keller und Gebäudesockel eindringen.
Das schleswig-holsteinische Klima, mit feuchten Wintern und zunehmend warmen Sommern, begünstigt außerdem die Vermehrung von Schaben in schlecht belüfteten Technikräumen und die frühe Aktivität von Wespenvölkern ab April. Landwirtschaftliche Restflächen südlich der Stadt und die Nähe zum Bredenbeker Teich bieten Wandermäusen im Herbst Anlass, Wärme in Hauswänden zu suchen. Wer in Langenhorst oder in den neueren Siedlungsbereichen östlich der Bahn wohnt, kennt das Problem: Sobald die Temperaturen sinken, finden Mäuse den Weg in die Dämmschichten von Niedrigenergiehäusern.
Für Gewerbebetriebe, Restaurants und Lagerhallen entlang des Gewerbegebiets an der Schleswiger Straße bedeutet ein unkontrollierter Schädlingsbefall nicht nur hygienische Risiken, sondern auch behördliche Konsequenzen nach dem Lebensmittelhygienerecht. Schnelles Handeln ist hier wirtschaftlich ebenso geboten wie im Privathaushalt.





