Bendorf am Rhein: Lage, Bebauung und Schädlingsdruck
Die geografische Lage Bendorfs ist für die Schädlingsbekämpfung hochrelevant. Der Rhein als nahe Wasserader, die feuchten Auwälder zwischen Bendorf und Neuwied sowie die teils jahrhundertealte Bebauung rund um Schloss Sayn bieten Nagetieren, Schaben und Insekten ideale Lebensbedingungen. Kanalnetze entlang der Rheinufer-Industrie sind bekannte Wanderrouten für Wanderratten (Rattus norvegicus), die von dort in Keller und Garagen vordringen.
Hinzu kommt die klimatische Lage im Mittelrheintal: Die durch das enge Tal begünstigten milden Temperaturen verlängern die Aktivitätsphasen von Wespen, Hornissen und Bettwanzen im Vergleich zu exponierten Höhenlagen des angrenzenden Westerwaldes messbar. In Altbauten in Bendorf-Sayn und Mülhofen, wo Dachbalken und Natursteinfundamente vielfältige Nistmöglichkeiten bieten, ist der Befallsdruck entsprechend erhöht.
Die Industriegebiete am Rhein - unter anderem entlang der Rheinstraße mit Lager- und Produktionsbetrieben - begünstigen zudem den Eintrag von Vorratsschädlingen wie dem Getreidekapuziner oder dem Tabakkäfer, die in schlecht gesicherten Lagerbereichen ganze Warenbestände gefährden können.





