Bergkamen und seine Baustruktur als Faktor für Schädlingsbefall
Die Geschichte Bergkamens als Bergbau- und Industriestandort hat tiefe Spuren in der Bausubstanz der Stadt hinterlassen. Die ehemaligen Zechensiedlungen in Rünthe und Oberaden bestehen vielfach aus dichten Reihenhausreihen der 1920er bis 1950er Jahre mit Klinkermauerwerk, Holzdecken und verzweigten Kellersystemen. Genau solche älteren Gebäude bieten Ratten, Hausmäusen und holzzerstörenden Insekten ideale Eintrittsmöglichkeiten: rissige Sockelputze, undichte Abwasserleitungen und schwer zugängliche Hohlräume unter Dachstuhlschalungen sind typische Einfallstore.
Hinzu kommt die Lage Bergkamens am Datteln-Hamm-Kanal sowie an mehreren Bächen und Feuchtgebieten im Norden der Stadt. Wanderratten (Rattus norvegicus) nutzen Gewässerufer als bevorzugte Wanderkorridore und finden von dort schnell den Weg in angrenzende Wohngebiete, Kleingärtenanlagen und Industriehöfe. Auch in den Gewerbe- und Logistikzonen entlang der B233 sind Nagetierbefälle keine Seltenheit: Lagerhallen mit Lebensmittelumschlag oder organischen Materialien ziehen Schädlinge systematisch an.
Selbst neuere Stadtteile wie Schönhausen oder Weiler-Landwehr sind nicht immun: Gut gedämmte Neubauten mit Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) bieten Hausmäusen und Wespen attraktive Hohlräume direkt hinter der Fassade, die von innen oft lange unentdeckt bleiben. Ein fundierter Befallsbericht durch einen sachkundigen Schädlingsbekämpfer ist deshalb immer der erste notwendige Schritt.





