Bernau bei Berlin: Lage, Bebauung und Schädlingsdruck
Bernau liegt im südlichen Barnim, eingebettet zwischen den Ausläufern des Barnimer Plateaus und der Panke, die sich durch das Stadtgebiet zieht. Die Nähe zu Berlin - die S-Bahn-Linie S2 verbindet Bernau direkt mit der Hauptstadt - macht die Stadt zu einem stark nachgefragten Wohnstandort. Das hat in den letzten Jahren zu reger Bautätigkeit geführt: Neben der historischen Altstadt mit ihrer mittelalterlichen Stadtmauer entstehen in Ortsteilen wie Birkenhöhe, Birkholzaue und Waldsiedlung immer mehr Neubaugebiete.
Dieser Strukturwandel hat direkte Auswirkungen auf den Schädlingsdruck. Neu erschlossene Flächen am Waldrand, wie in Lobetal oder Pankeborn, stören bestehende Tierreviere und treiben Ratten, Mäuse und gelegentlich Marder in Wohngebäude. Ältere Bebauung in der Innenstadt und in Ladeburg bietet durch schlecht gedämmte Keller, alte Abwasserleitungen und Risse im Mauerwerk ideale Eintrittspunkte für Nagetiere und Schaben. Die landwirtschaftlichen Flächen rund um Börnicke und Thaerfelde sorgen zusätzlich für saisonale Mäusewanderungen in Herbst und Winter, wenn Felder abgeerntet werden und Tiere Wärme und Nahrung in Gebäuden suchen.
Das gemäßigt-kontinentale Klima Brandenburgs mit warmen Sommern begünstigt zudem die Ausbreitung von Wespen- und Hornissennestern sowie die Vermehrung von Vorratschädlingen wie dem Mehlkäfer oder der Dörrobstmotte in Privathaushalten und Lebensmittelbetrieben.





