Bingen am Rhein: Lage, Klima und typische Befallsrisiken
Bingen liegt am nördlichen Rand des Rheinhessischen Hügellandes, dort wo die Nahe in den Rhein mündet. Das Stadtgebiet erstreckt sich von der Rheinfront mit ihrem historischen Kern über sanfte Weinbergslagen bis hin zu den Wohnortsteilen Büdesheim, Dietersheim und Sponsheim im rheinhessischen Hinterland. Diese topografische Vielfalt beeinflusst direkt, welche Schädlinge wo auftreten.
Das milde Mikroklima im Rheintal - mit vergleichsweise warmen Sommern und milden Wintern - begünstigt insbesondere wärmeliebende Insektenarten. Bettwanzen (Cimex lectularius) fühlen sich in beheizten Räumen ganzjährig wohl und breiten sich in der touristisch gut frequentierten Rheinregion über Pensionen, Hotels und Ferienwohnungen rasch aus. Gleichzeitig sorgen die gewässernahen Lagen rund um den Rhein und die Nahe für erhöhten Rattenbefall (Rattus norvegicus), da Wanderratten eng an Uferbereiche, Kanalnetze und Speichergebäude gebunden sind.
Im Ortsteil Bingerbrück, dem ehemaligen Eisenbahnknotenpunkt, finden sich viele ältere Gebäude mit Kellern und nicht sanierten Hohlräumen - klassische Einzugspfade für Mäuse und Marder. In den Weinbergslagen rund um Kempten und Dromersheim wiederum können Feldmäuse in Trockenjahren verstärkt in Wohngebäude einwandern, sobald der Nahrungsdruck in der freien Feldflur steigt.





