Bissendorf im Landkreis Osnabrück: Warum Lage und Bebauung den Schädlingsdruck beeinflussen
Die Gemeinde Bissendorf erstreckt sich über ein weites Gebiet nordöstlich von Osnabrück, eingebettet in das sanfte Hügelland des Teutoburger Waldes. Diese geografische Lage bringt ein feuchtes, gemäßigtes Klima mit sich, das viele Schädlinge - von der Wanderratte bis zur Bettwanze - begünstigt. Die enge Verzahnung von landwirtschaftlichen Flächen, Kleingärten, Wald und Wohnsiedlungen schafft ideale Wanderrouten für Nagetiere und Insekten.
Besonders in den älteren Dorfkernen wie Alt Schledehausen, Uphausen oder Wersche finden sich Gebäude mit Natursteinkellern, alten Scheunen und undichten Fundamenten, die Ratten und Mäusen optimale Eintrittspunkte bieten. In den neueren Wohngebieten rund um Stockum und Schledehausen hingegen sind es vor allem schlecht abgedichtete Kanalschächte, Kompostanlagen und dicht aneinandergereihte Doppelhäuser, die Schädlingsbefall von einem Grundstück auf das nächste begünstigen. Auch Gewerbe- und Lagerflächen im Gemeindegebiet sind nicht selten von Schaben oder Vorratsschädlingen betroffen.
Hinzu kommt die Nähe zu Osnabrück: Die gute Anbindung über die Bundesstraße 68 und die Kreisstraßen sorgt für regen Warenverkehr, mit dem Schädlinge wie die Braune Bäckerschabe oder Mehlmilben in Betriebe und Privathaushalte eingeschleppt werden können. Wer in Bissendorf, Jeggen, Grambergen oder einem der anderen Ortsteile einen Verdacht hat, sollte nicht lange abwarten.





