Bitburg und die Eifel: Warum Lage und Bebauung den Schädlingsdruck beeinflussen
Bitburg liegt auf einer Hochfläche der Eifel auf etwa 320 Metern über dem Meeresspiegel, eingebettet zwischen Wäldern und offenen Agrarflächen. Diese geografische Lage hat direkte Auswirkungen auf den Schädlingsdruck: Die Nähe zu Waldrändern und Feldern erleichtert Nagetieren wie Ratten und Mäusen den Weg in Gebäude, insbesondere in den kühleren Herbst- und Wintermonaten, wenn die Tiere Wärme und Nahrung suchen. Die Kanalinfrastruktur einer gewachsenen Kreisstadt wie Bitburg bietet Wanderratten dabei klassische Einzugspfade.
Hinzu kommt die Bebauungsstruktur: Neben modernen Wohngebieten gibt es in Bitburg und seinen Ortsteilen wie Erdorf oder Mötsch eine Vielzahl älterer Gebäude mit Hohlräumen in Wänden, undichten Kellerabgängen und ungenutzten Dachböden - ideale Rückzugsorte für Mäuse, Marder und Vögel. Die bekannte Bitburger Brauerei sowie weitere Lebensmittel- und Gastronomiebetriebe in der Stadt stellen erhöhte hygienische Anforderungen, bei denen ein professioneller Schädlingsschutz nach den Vorgaben der Biozid-Durchführungsverordnung nicht verhandelbar ist.
Im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist zudem die landwirtschaftliche Prägung stark ausgeprägt: Betriebe mit Getreide-, Kartoffel- und Viehwirtschaft in der näheren Umgebung schaffen günstige Bedingungen für Vorratschädlinge wie den Kornkäfer oder den Mehlmottenzünsler, die von dort auch in städtische Gebäude und Privathaushalte vordringen können.





