Blomberg im Lippischen Bergland: Warum Lage und Baustruktur den Schädlingsdruck beeinflussen
Blomberg erstreckt sich auf einer Fläche von rund 135 Quadratkilometern zwischen bewaldeten Höhenzügen und fruchtbaren Tälern im Kreis Lippe. Die Stadt ist keine dicht besiedelte Großstadt, sondern ein Geflecht aus dem historischen Stadtkern und mehr als zwanzig Ortsteilen, von denen viele einen stark ländlichen Charakter haben. Ortschaften wie Donop, Altendonop, Kirchdonop und Hagendonop liegen abseits der Hauptverkehrsachsen inmitten von Feldern und Wäldern. Diese Nähe zur Natur erhöht den Eintragsdruck durch Nager, Insekten und andere Schädlinge erheblich.
Der historische Stadtkern Blombergs beeindruckt mit einem der besterhaltenen Fachwerkensembles in Ostwestfalen-Lippe. Fachwerkbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert haben oft lückenhafte Fugen, ungedämmte Dachböden und feuchte Keller, die für Schaben, Mäuse und holzschädigende Insekten ideale Lebensbedingungen bieten. Gleichzeitig erschwert die alte Bausubstanz die Behandlung, weil Biozid-Anwendungen denkmalschutzrechtliche Rücksichten erfordern. Unsere Partnerbetriebe kennen diese Besonderheiten und wählen die Methoden entsprechend aus.
Die umliegenden Felder und Wälder zwischen Nordmoor, Mossenberg und Eschenbruch begünstigen zudem saisonale Wanderungsbewegungen von Ratten und Feldmäusen in Richtung bewohnter Gebäude - besonders in den Herbst- und Wintermonaten, wenn Nahrung im Freien knapper wird. Landwirtschaftliche Betriebe in Hestrup, Holstenhöfen oder Borkhausen stehen vor besonderen Herausforderungen, weil Futterlager, Siloanlagen und Stallgebäude dauerhaft attraktive Habitate für Schädlinge darstellen.





