Bornheim im Rhein-Sieg-Kreis: Lage, Bebauung und Schädlingsdruck
Bornheim erstreckt sich vom Rheinufer bei Hersel und Widdig über die flachen Vorgebirgslagen bis hinauf nach Walberberg und Botzdorf. Diese geografische Vielfalt bringt unterschiedliche ökologische Nischen mit sich: Feuchtgebiete und Auenränder nahe dem Rhein begünstigen Schadnager wie die Wanderratte (Rattus norvegicus), während die agrarisch geprägten Freiflächen zwischen Brenig, Kardorf und Trippelsdorf ideale Lebensräume für Mäuse, Marder und Wespenarten bieten, die im Sommer bevorzugt in Dachböden einziehen.
Die Siedlungsstruktur Bornheims ist heterogen: Neben Neubaugebieten in Sechtem und Roisdorf gibt es historische Ortskerne mit Ziegelhäusern aus dem frühen 20. Jahrhundert in Merten, Dersdorf und Hemmerich. Ältere Gebäude weisen häufiger undichte Keller, schadhafte Rohrdurchführungen und ungedämmte Dachräume auf - Eintrittspforten, die sachkundige Kammerjäger als Erstes bei einer Befallsanalyse prüfen. Hinzu kommt die Nähe zu Bonn: Pendelverkehr und die A555 begünstigen den unbemerkten Transport von Bettwanzen in Gepäck und Möbeln.
Die Gewerbegebiete entlang der Industriestraße und im Bereich Waldorf stellen einen eigenen Risikofaktor dar. Lebensmittelverarbeitende Betriebe, Lagerhallen und Gastronomie sind besonders anfällig für Schaben (Blattodea), Vorratsschädlinge und Ratten. Für diese Objekte gelten nach der Biozid-Durchführungsverordnung besondere Dokumentationspflichten, die unsere Partnerbetriebe vollständig erfüllen.





