Bottrop als Stadtgebiet: Warum Schädlingsdruck hier besonders hoch ist
Bottrop liegt im nördlichen Ruhrgebiet, eingebettet zwischen Essen, Oberhausen und Dorsten. Die Stadt vereint industrielle Geschichte mit grünen Erholungsräumen: Der Revierpark Vonderort, der Grafenwald und die ausgedehnten Kleingartensiedlungen rund um Batenbrock und Eigen bieten Ratten, Mäusen und Insekten reichlich Unterschlupf und Nahrungsquellen. Gleichzeitig sorgt die dichte Bebauung aus dem frühen 20. Jahrhundert dafür, dass Schädlinge leicht von einem Gebäude ins nächste wandern.
Die Bergbauvergangenheit Bottrops hat ein komplexes Untergrundnetz aus Stollen, Schächten und Kanälen hinterlassen. Dieses Netz bietet Wanderratten und anderen Nagetieren ideale Ausbreitungswege. Besonders in den Bereichen Kolonie Engelbert und Kolonie Welheim, wo Zechensiedlungen aus Backstein mit engen Innenhöfen das Stadtbild prägen, berichten Bewohner regelmäßig von Nagerbefall in Kellern und Nebengebäuden. Auch das Gewerbegebiet rund um den Bottroper Hafen am Rhein-Herne-Kanal schafft typische Schädlingshabitate durch Lagergebäude, Abwasseranlagen und Lebensmittelbetriebe.
Das gemäßigt-feuchte Klima im Ruhrgebiet begünstigt zudem die Entwicklung von Schimmel und damit auch von Vorrats- und Kellerschädlingen wie der Kellerassel oder dem Silberfischchen. In den wärmeren Sommermonaten nehmen Wespen- und Hornissennester in Gartenlauben, Rollladenkästen und Holzverkleidungen deutlich zu - ein Muster, das wir in Fuhlenbrock und Grafenwald besonders häufig beobachten.





