Braunschweig: Stadtstruktur, Klima und Schädlingsdruck
Braunschweig liegt im östlichen Niedersachsen, eingebettet in die Norddeutsche Tiefebene, und ist geprägt durch das verhältnismäßig kontinentale Klima dieser Region: trockene Sommer, mäßig kalte Winter und eine nennenswerte Anzahl an Wärmeperioden, die Insektenpopulationen begünstigen. Der Stadtkanal, die Oker und verschiedene Grünanlagen wie der Bürgerpark oder der Prinzenpark bilden feuchte Zonen, die Ratten, Mäusen und bestimmten Insektenarten als Rückzugs- und Fortpflanzungsraum dienen.
Die Bebauungsstruktur reicht von gründerzeitlichen Mehrfamilienhäusern in Quartieren wie Gliesmarode, Weinberg oder Am Hagenring über Nachkriegsbauten in Lehndorf und Heidberg bis hin zu modernen Neubausiedlungen in Querum-Wabenkamp, Broitzem und Lamme. Altbausubstanz mit undichten Leitungsschächten, schlecht abgedichteten Kellerwänden und veralteten Holzdachstühlen ist besonders anfällig für Holzschädlinge, Mäuse und Schaben. In Gewerbegebieten und bei Logistikdienstleistern rund um den Nordbahnhof wiederum sind Vorratsschädlinge wie Mehlmotten, Kornkäfer und Brotkäfer ein häufiges Thema.
Die Hochschulstadt Braunschweig zieht jährlich tausende Studierende an, die häufig in möblierten Zimmern oder Wohngemeinschaften unterkommen. Dies erhöht die Fluktuation in Mietimmobilien und damit das Risiko der Einschleppung von Bettwanzen oder Schaben erheblich. Besonders rund um die Hochschulviertel und den Stadtkern ist diese Problematik präsent.





