Büttelborn und seine Lage: Warum Schädlinge hier besonders aktiv sind
Die Gemeinde Büttelborn befindet sich im nördlichen Teil des Landkreises Groß-Gerau, einer Region, die klimatisch zu den wärmsten in Hessen zählt. Die Jahresdurchschnittstemperaturen liegen merklich über dem bundesweiten Mittel, die Sommer sind lang und trocken. Für wärmeliebende Schädlinge wie die Bettwanze (Cimex lectularius), die Deutsche Schabe oder die Asiatische Tigermücke sind das geradezu ideale Vermehrungsbedingungen.
Der Ortsteil Klein-Gerau grenzt unmittelbar an landwirtschaftliche Nutzflächen, die als Nahrungsquelle und Wanderkorridor für Wanderratten (Rattus norvegicus) und Hausmäuse dienen. In der Erntezeit - typischerweise August bis Oktober - weichen diese Nager aus den abgeernteten Feldern verstärkt in Wohngebäude, Lagerhallen und Gewerbebetriebe aus. Im Ortsteil Worfelden hingegen dominieren ältere Hofanlagen mit Holzsubstrat, das Holzwürmern, Nagern und sozialen Insekten wie Wespen und Hornissen optimale Nistmöglichkeiten bietet.
Die Nähe zum Frankfurter Flughafen und den großen Logistikzentren im Kreis Groß-Gerau erhöht zudem das Verschleppungsrisiko für Reiseschädlinge wie Bettwanzen und Vorratsmotten, da Waren und Reisende aus aller Welt in die Region gelangen. Wer in Büttelborn ein Hotel, eine Ferienwohnung oder ein Mehrfamilienhaus betreibt, sollte dieses Risiko ernst nehmen.





