Burscheid im Rheinisch-Bergischen Kreis: Lage, Bebauung und Schädlingsdruck
Burscheid erstreckt sich auf den Höhenzügen des Bergischen Landes, auf einer Höhe von teils über 250 Metern über dem Meeresspiegel. Die Taleinschnitte der Dhünn und ihrer Zuflüsse sorgen für ein relativ feuchtes Kleinklima, das vor allem im Herbst und Winter Nagetieren und Insekten als Einzugsgebiet dient. Wer in Blasberg, Grünscheid oder Berringhausen wohnt, kennt die typischen Streulagen mit älteren Einfamilienhäusern, Scheunen und Nebengebäuden, in denen sich Mäuse und Ratten besonders leicht einnisten.
Im Ortskern und in Hilgen, dem bevölkerungsreichsten Ortsteil, findet sich eine dichtere Bebauung mit Mehrfamilienhäusern aus den 1960er und 1970er Jahren. Ältere Kanalsysteme, wenig sanierte Kellergeschosse und unmittelbare Nähe zu Kleingärten begünstigen dort den Befall mit Wanderratten (Rattus norvegicus) und Hausmäusen. In den Gewerbegebieten entlang der Ausfallstraßen Richtung Leverkusen werden Lebensmittel, Textilien und Lagerware aufbewahrt, was Schaben, Vorratsschädlinge und Dörrobstmotten anzieht.
Auch der ausgeprägte Waldgürtel rund um Großbruch, Irlerhof und Kaltenherberg trägt zum Schädlingsdruck bei: Eichelhäher, Wildschweine und Füchse tragen Schädlinge und deren Eier an Grundstücksgrenzen heran; Holzwürmer und Bockkäfer befallen ungeschützte Holzbauteile in Carports und Dachstühlen älterer Bergischer Häuser.





