Cadolzburg und seine Lage: Warum Schädlinge hier besondere Bedingungen vorfinden
Cadolzburg liegt im westlichen Landkreis Fürth, eingebettet zwischen ausgedehnten Ackerflächen, Waldstücken und dem Seebachtal. Die geografische Lage auf rund 400 Metern Höhe sorgt für ein gemäßigtes fränkisches Klima mit warmen Sommern und vergleichsweise milden Wintern - Bedingungen, unter denen sich viele Schadorganismen gut etablieren können. Besonders die Wärmespeicherung in historischen Sandstein- und Ziegelbauten im Ortskern begünstigt ganzjährig aktive Nager- und Insektenpopulationen.
Die Bebauungsstruktur in Cadolzburg ist ausgesprochen vielfältig: Im Kernbereich rund um die mittelalterliche Cadolzburg-Burg finden sich ältere Wohn- und Geschäftshäuser mit Fachwerk und alten Kellersystemen. In den Ortsteilen wie Seckendorf, Egersdorf und Steinbach prägen Bauernhöfe, Scheunen und Lagerhallen das Bild. Solche Gebäude bieten ideale Lebensräume für Ratten, Mäuse, Tauben und holzzerstörende Insekten wie den Hausbockkäfer oder Holzwürmer. Hinzu kommen Neubaugebiete am Ortsrand, in denen Erdwespen und Maulwürfe gerade im Frühjahr regelmäßig für Probleme sorgen.
Die Nähe zur Stadt Zirndorf im Süden und zum Verdichtungsraum Nürnberg-Fürth im Osten bedeutet auch, dass über Verkehrs- und Lieferwege immer wieder neue Schädlingsarten eingeschleppt werden - darunter auch die zunehmend resistente Wanderratte (Rattus norvegicus) sowie Bettwanzen, die über Reisegepäck und Secondhand-Möbel in Privathaushalte gelangen.





