Celle und sein Landkreis: Warum Schädlinge hier besondere Bedingungen finden
Mit rund 71.000 Einwohnern ist Celle ein bedeutendes Mittelzentrum in Niedersachsen. Die Stadt vereint eine historische Innenstadt mit mehr als 500 Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und moderne Wohn- sowie Gewerbeflächen, die in den letzten Jahrzehnten besonders in Richtung der Ortsteile Wietzenbruch, Klein Hehlen und Altencelle gewachsen sind. Gerade alte Bausubstanz mit Holzbalkenwerk, ungedämmten Kriechkellern und natursteingefüllten Sockelmauern bietet Nagern, Schaben und holzzerstörenden Insekten ideale Einzugsmöglichkeiten.
Die geografische Lage an der Aller und am Fuhsekanal begünstigt eine hohe Feuchtigkeit im Untergeschoss-Bereich vieler Gebäude im Bereich Am Fuhsekanal und Lachtehausen. Feuchte Keller und wassernahe Grünanlagen sind klassische Ausgangspunkte für Ratten- und Mäusebefall. Gleichzeitig sorgt das kontinentale bis subatlantische Klima Niedersachsens mit milden Wintern und warmen Sommern dafür, dass sich Wespen-, Hornissen- und Mückenbestände in der Region gut etablieren können.
Die Nähe zur Lüneburger Heide bringt zudem einen erhöhten Zuzug von Waldmäusen und Wühlmäusen in randstädtische Lagen wie Bostel, Hustedt und Scheuen, besonders in den Herbstmonaten, wenn die Feldfrüchte geerntet sind und Nagetiere Wärme und Nahrung in menschlichen Gebäuden suchen.





