Cham im Landkreis: Geografie, Bebauung und Schädlingsdruck
Cham liegt auf rund 365 Metern Höhe im Vorderen Bayerischen Wald, eingebettet zwischen dem Naturpark Oberer Bayerischer Wald und der tschechischen Grenzregion. Die Stadt wird von zwei Flussläufen geprägt: dem Regen und der Chamb, die sich hier vereinigen. Gewässernähe bedeutet in der Praxis der Schädlingsbekämpfung erhöhten Rattendruck, da Wanderratten (Rattus norvegicus) Uferböschungen als Lebensraum nutzen und von dort in Keller, Kanalisationsanschlüsse und Lagerbereiche eindringen.
Die Bebauungsstruktur ist vielfältig: In der historischen Altstadt rund um den Stadtplatz finden sich ältere Gebäudesubstanzen mit Natursteinfundamenten und schlecht abgedichteten Kellern. In den jüngeren Wohngebieten der Ortsteile Chammünster, Katzbach oder Loibling dominieren Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und landwirtschaftliche Nebengebäude, die typische Eintrittspunkte für Nagetiere und Insekten bieten. In den Gewerbegebieten an den Bundesstraßen B85 und B20 sind Lebensmittelverarbeitung, Logistik und Gastronomie vertreten, Branchen mit besonders hohem gesetzlichem Schädlingsmonitoring-Bedarf.
Das Klima im Chamer Becken mit seinen vergleichsweise kalten Wintern und warmen, feuchten Sommern fördert insbesondere die Entwicklung von Schimmelmilben, Schaben in beheizten Gewerbeobjekten und Wespenkolonien in den Sommermonaten. Die ländliche Randlage vieler Ortsteile wie Ried am Pfahl, Michelsdorf oder Oberhaid bringt zusätzlichen Kontakt mit Feldmäusen und Mardern mit sich.





