Cottbus und seine Ortsteile: Warum Lage und Bebauung den Schädlingsdruck bestimmen
Cottbus liegt im südlichen Brandenburg auf einer Höhe von rund 70 Metern über dem Meeresspiegel, eingebettet zwischen der Spreeaue im Westen und den ausgedehnten Kiefernwäldern der Niederlausitzer Heide im Osten. Das Klima ist kontinental geprägt: heiße, trockene Sommer und mäßig kalte Winter schaffen günstige Bedingungen für wärmeliebende Schädlinge wie Schaben, Bettwanzen und Pharaoameisen. Die Nähe zu Feuchtgebieten entlang der Spree und der Hammergraben-Niederung begünstigt zudem Nagerbefall in Kellern und Tiefgaragen.
Die Gründerzeitbauten rund um den Stadtring und in der Altstadt bieten durch Hohlräume in altem Mauerwerk, schlecht abgedichtete Rohrdurchführungen und historische Keller ideale Rückzugsorte für Ratten und Mäuse. In den großflächigen Plattenbau-Siedlungen Sachsendorf, Sandow und Neu-Schmellwitz kommen Schädlinge wie Bettwanzen und Schaben durch die hohe Bewohnerdichte und die gemeinsamen Versorgungsschächte besonders schnell von Wohnung zu Wohnung. In den ländlicheren Ortsteilen wie Gallinchen, Döbbrick, Kahren und Groß Gaglow sind hingegen Wühlmäuse in Gärten, Hornissen unter Dachziegeln und Holzschädlinge wie Hausbock oder Nagekäfer typische Probleme.
Der Branitzer Park - einer der bedeutendsten Landschaftsparks Deutschlands und Wahrzeichen von Cottbus - zieht mit seinem alten Baumbestand und den Seen nicht nur Touristen an, sondern bietet auch Wespen, Hornissen und Nager attraktive Lebensräume in unmittelbarer Stadtrandlage. Angrenzende Wohngebiete wie Branitz und Branitzer Siedlung sind daher überdurchschnittlich häufig von Insekten- und Nagerbefall betroffen.





