Deggendorf und seine Besonderheiten als Lebensraum für Schädlinge
Die geografische Lage Deggendorfs ist ein zentraler Faktor für den regionalen Schädlingsdruck. Die Stadt liegt auf rund 315 Metern Höhe an der Mündung des Regen in die Donau, umgeben von den bewaldeten Ausläufern des Bayerischen Waldes. Diese Fluss- und Waldnähe schafft natürliche Wanderkorridore für Nager wie Wanderratte (Rattus norvegicus) und Hausmaus (Mus musculus), die von den Donauauen aus in Kanalisation, Keller und Gebäude vordringen. Die hohe Feuchtigkeit entlang von Donau und Regen begünstigt zudem die Ausbreitung von Schaben, insbesondere in älteren Kanalsystemen unterhalb der Altstadt.
Die Bebauungsstruktur Deggendorfs ist sehr heterogen: Neben dem historischen Stadtkern mit teils jahrhundertealten Gebäuden in der Luitpoldstraße und rund um den Stadtturm gibt es ausgedehnte Wohnsiedlungen in Ortsteilen wie Eiberg, Eichberg und Kleineichberg sowie Gewerbe- und Logistikflächen im Bereich des Deggendorfer Hafens und entlang der B11. Gerade in Altbauten mit schlecht abgedichteten Kellerböden, in der Gastronomie der Innenstadt und in den Lager- und Produktionshallen am Hafen treten Schädlinge besonders häufig auf. Auch die Hochschule Deggendorf mit ihren Mensen, Labors und Studentenwohnheimen ist ein potenziell anfälliges Umfeld.
Hinzu kommen saisonale Faktoren: Das kontinentale Klima im Donautal mit warmen Sommern und kalten Wintern treibt Schädlinge in den kühleren Monaten verstärkt in beheizte Gebäude. Im Frühjahr und Sommer hingegen sind Wespen- und Hornissennester in Dachböden, Rollladenkästen und Gartenhütten - etwa in den Außenortsteilen Greising, Grimming oder Großfilling - ein häufiges Problem.





