Demmin und seine Lage: Warum die Region Schädlinge begünstigt
Demmin liegt auf etwa 54 Metern über dem Meeresspiegel an der Mündung dreier Flüsse - Peene, Tollense und Trebel. Diese Flussdelta-Situation macht die Stadt einzigartig in Mecklenburg-Vorpommern, bringt aber gleichzeitig einen erhöhten Schädlingsdruck mit sich. Feuchtgebiete und Uferstreifen bieten Wanderratten (Rattus norvegicus) optimale Lebens- und Rückzugsräume. Bei starken Regenfällen oder Hochwasserereignissen weichen diese Tiere aus den Uferbereichen in angrenzende Wohngebiete, Gewerbebauten und Kanalisation aus.
Das Stadtbild Demmins ist geprägt von einer Mischung aus historischen Ziegelbauwerken aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert sowie Plattenbausiedlungen aus der DDR-Ära - erkennbar etwa in der Thälmannsiedlung oder der Stadtrandsiedlung. Altbausubstanz mit undichten Kellern, alten Holzbalkendecken und schlecht abgedichteten Rohrdurchführungen bietet Nagern, Insekten und Schimmelpilzfolgeschäden besonders günstige Eintritts- und Nistmöglichkeiten. Das gemäßigt-kontinentale Klima mit warmen Sommern fördert zudem die Ausbreitung von Wespen, Hornissen und Schaben in den Sommermonaten deutlich.
Das landwirtschaftliche Umland rund um Ortsteile wie Deven, Drönnewitz und Klenz bringt zusätzliche Eintragsquellen mit sich: Getreidesilos, Stallgebäude und Kompostlager ziehen Mäuse (Mus musculus) und Ratten an, die sich von dort in Wohnhäuser vorarbeiten. Wer in einem der ländlicheren Ortsteile wie Stuterhof, Vorwerk oder Siebeneichen lebt, kennt dieses Problem aus der Herbst- und Wintersaison gut.





