Dillenburg und der Lahn-Dill-Kreis: Warum Lage und Bebauung den Schädlingsdruck beeinflussen
Dillenburg ist die Kreisstadt des Lahn-Dill-Kreises und liegt auf einer Höhe von rund 220 bis über 450 Metern über dem Meeresspiegel. Das Stadtgebiet erstreckt sich über das enge Dilltal und die angrenzenden Waldhöhen des Westerwalds. Diese topografische Vielfalt wirkt sich direkt auf das Schädlingsgeschehen aus: Feuchtigkeit aus dem Flusstal, dichte Vegetation an den Hängen und die klimatischen Bedingungen eines mäßig-kontinentalen Mittelgebirgsklimas begünstigen ganzjährig das Vorkommen von Nagern, Insekten und Schädlingen in Gebäuden.
Die Bebauungsstruktur in Dillenburg ist heterogen. Im Stadtkern finden sich Fachwerkhäuser und Gebäude aus der Gründerzeit, die durch alte Kellergewölbe, Hohlräume in Fachwerkbalken und schwer zugängliche Dachstühle charakterisiert sind. Solche Strukturen bieten ideale Nistmöglichkeiten für Ratten, Mäuse, Schaben und holzzerstörende Insekten. Hinzu kommen Industriegebiete im Bereich der B253 sowie landwirtschaftliche Betriebe in den Ortsteilen Beilstein, Frohnhausen und Nanzenbach, wo Getreidelager und Ställe zusätzliche Befallsquellen darstellen.
Besonders in den Übergangsmonaten Frühjahr und Herbst beobachten unsere Partnerbetriebe einen deutlichen Anstieg der Einsätze in Dillenburg und den umliegenden Ortschaften Herborn, Haiger und Breitscheid. Die Nähe zu Waldgebieten begünstigt das Eindringen von Mäusen und Ratten in Wohngebäude, sobald die Temperaturen sinken.





