Dinslaken und seine Besonderheiten als Schädlingsstandort
Die Stadt Dinslaken trägt eine unverwechselbare Prägung: Als ehemaliger Bergbaustandort im Kreis Wesel verfügt Lohberg über dichte Arbeitersiedlungen aus dem frühen 20. Jahrhundert mit teils ungepflegten Kellergewölben, alten Kanalabschnitten und einer verwinkelten Infrastruktur, die Schädlingen wie Ratten und Schaben ideale Wanderwege und Verstecke bietet. Die Nähe zum Rhein-Deichabschnitt westlich der Stadt sorgt zudem für erhöhte Feuchtigkeit im Erdreich, was den Tunnelbau von Mäusen und Wühlmäusen in Hausgärten und Grünanlagen fördert.
Im Osten der Stadt grenzen Hiesfeld und Hühnerheide an ausgedehnte Waldgebiete. Diese naturnahe Lage bedeutet, dass Ameisen, Wespenvölker und gelegentlich auch Marder oder Tauben besonders häufig in Wohngebäude eindringen - insbesondere in den Übergangsmonaten April bis Oktober. Die Gewerbegebiete entlang der Bundesstraße 8 und im Bereich Stapp wiederum weisen durch Lagerhaltung von Lebensmitteln und Rohstoffen ein erhöhtes Risiko für Vorratsschädlinge wie den Kornkäfer oder die Mehlmotte auf.
Auch der Stadtteil Bruch und die angrenzenden Bereiche Dinslakenerbruch sowie Averbruch liegen in einer topografisch flachen, teilweise feuchten Zone. Hier treten nach Starkregenereignissen regelmäßig Kellerungezieferprobleme auf, da Schaben und Kellerasseln durch eindringendes Wasser aus den Kanalsystemen in Gebäude verdrängt werden.





