Donzdorf und seine Lage: Warum Schädlinge hier ideale Bedingungen finden
Donzdorf erstreckt sich auf rund 45 Quadratkilometer zwischen dem Hohenstaufen im Norden und dem Rechberg im Süden. Die Albhochfläche und die Talflanken prägen das Stadtbild ebenso wie die Streuobstwiesen, die weite Teile der Ortsteile Reichenbach unter Rechberg, Winzingen und Grünbach umgeben. Streuobstflächen sind bekannt dafür, dass sie Mäuse, Ratten und Wespen in unmittelbare Hausnähe ziehen, weil abgefallendes Obst eine verlässliche Nahrungsquelle bildet.
Der Gebäudebestand in Donzdorf selbst ist heterogen: Im historischen Ortskern finden sich Fachwerkhäuser und gemauerte Altbauten mit tiefen Kellern und ungenutzten Dachstuhlbereichen, die Nagern und Fledermäusen (als geschützte Art) Unterschlupf bieten. In den Neubaugebieten an den nördlichen Hanglagen sind Flachdächer und gedämmte Fassadenplatten verbreitet, hinter denen Wespen und Hornissen ihre Nester anlegen können. Industriebetriebe und Logistikflächen im Gewerbegebiet erhöhen den Eintragsdruck für Schaben und Vorratsmotten durch Warenströme.
Die geografische Lage auf der Schwäbischen Alb bringt kühlere Winter mit sich, was dazu führt, dass Schädlinge wie Ratten und Mäuse im Herbst verstärkt Wärme in Gebäuden suchen. Gleichzeitig begünstigen die milder werdenden Sommer durch den Klimawandel die Ausbreitung wärmeliebender Arten wie der Bettwanze und der Deutschen Schabe.





