Dortmund als Einsatzgebiet: Geografie, Bebauung und Schädlingsdruck
Dortmund liegt im östlichen Ruhrgebiet auf einer Fläche von rund 280 Quadratkilometern. Die Stadt ist geprägt durch den Übergang von dichter urbaner Bebauung im Kern zu lockeren Wohn- und Gewerbegebieten an den Rändern. Der Dortmund-Ems-Kanal im Norden sowie die Emscher im Norden und der Hörder Bach im Süden schaffen ein weitverzweigtes Gewässernetz - ein Umstand, der den Schädlingsdruck in bestimmten Stadtteilen erheblich erhöht. Entlang solcher Wasserwege sind Ratten und Wanderratten (Rattus norvegicus) besonders aktiv, da sie Kanalisation und Uferbereiche als Lebensraum nutzen.
Im dicht bebauten Innenbereich rund um das Stadtgebiet Innenstadt-West und -Ost finden sich überdurchschnittlich viele Altbauten mit Baujahr vor 1960. Undichte Außenwände, schlecht gedämmte Dächer und veraltete Leitungsführungen begünstigen das Eindringen von Mäusen, Mardern und Insekten. Gleichzeitig sorgt die hohe Dichte an Gastronomie, Großhandel und Lebensmittellogistik - etwa im Bereich des Großmarkts und der zahlreichen Lagerhallen nahe dem Hafen - für ein erhöhtes Risiko von Schaben- und Vorratsschädlings-Befall.
In Stadtteilen wie Scharnhorst, Brechten und Kurl-Husen im Nordosten überwiegt die Einfamilienhausbebauung der 1960er bis 1980er Jahre. Hier sind Wespen- und Hornissennester in Dachstühlen, Rolladenkästen und Gartengeräteräumen ein saisonales Dauerthema. Die nahe gelegenen Waldgebiete und Grünzüge begünstigen zudem den Zuzug von Bettwanzen durch Gebrauchtmöbel ebenso wie den sporadischen Einzug von Igeln, Mardern oder Tauben in Dachgeschosse.





