Dresden als Einsatzgebiet: Geografie, Bebauung und Schädlingsdruck
Dresden erstreckt sich beiderseits der Elbe auf einer Fläche von rund 328 Quadratkilometern. Die Stadt gliedert sich in eng bebaute Innenstadtquartiere wie die Altstadt und Blasewitz, großflächige Plattenbausiedlungen wie Gorbitz im Westen, historische Villenviertel am Elbhang in Loschwitz und Bühlau sowie ländlich geprägte Ortsteile wie Altfranken, Brabschütz und Cossebaude an der westlichen Stadtgrenze. Diese strukturelle Diversität bedingt, dass Schädlinge in Dresden unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen auftreten und bekämpft werden müssen.
Die Elbauen zwischen Leuben im Südosten und Mickten im Nordwesten bieten Ratten und Wanderratten optimale Lebensbedingungen: Das Flussufer liefert Wasser, Nahrung und weitverzweigte Erdbauten entlang von Deichanlagen und Uferbefestigungen. In den dicht bewohnten Gründerzeitvierteln rund um die Äußere Neustadt und Löbtau begünstigen alte Abwasserleitungen, schlecht abgedichtete Keller und der hohe Anteil an Gastronomie das Einwandern von Schaben und Mäusen. Hinzu kommt der Dresdner Tourismus: Mehr als vier Millionen Übernachtungen pro Jahr erhöhen das Risiko der Einschleppung von Bettwanzen in Hotels, Pensionen und zunehmend auch in Privathaushalte.
Das kontinentale Klima mit warmen Sommern und kalten Wintern begünstigt zudem saisonal starke Wespen- und Hornissenpopulationen in den baumreichen Außenbezirken wie Hellerau, Pillnitz und Borsberg sowie im Bereich des Loschwitzer Elbhangs. Wer hier im Juli oder August ein Wespennest unter dem Dach oder in der Hecke entdeckt, sollte nicht lange warten.





