Dülmen und seine Ortsteile: Warum Lage und Bebauung den Schädlingsdruck beeinflussen
Dülmen erstreckt sich über eine Fläche von rund 190 Quadratkilometern und gehört damit zu den flächenmäßig größten Städten im Kreis Coesfeld. Die Kernstadt besteht zu einem erheblichen Teil aus Bebauung der Nachkriegsjahrzehnte mit teils unsanierten Kellergeschossen, älteren Abwasserleitungen und dichten Reihenhauszeilen - Bedingungen, unter denen sich Nager wie Wanderratten (Rattus norvegicus) und Hausmäuse (Mus musculus) gut ausbreiten können. Hinzu kommt die unmittelbare Nachbarschaft zur freien Landschaft: Die Ortsteile Merfeld, Daldrup, Dernekamp und Empte grenzen an ausgedehnte Felder und Waldränder der Hohen Mark, wo Nager, Füchse und Wildschweine als Vektoren für Sekundärbefall in Wohn- und Wirtschaftsgebäude dienen können.
Der Ortsteil Buldern im Nordwesten der Stadt ist durch sein Schloss und den umgebenden Parkbestand bekannt. Alte Baumhöhlen, Dachböden historischer Gebäude und extensive Grünflächen bieten Wespen, Hornissen und Tauben ideale Nistmöglichkeiten. Im Ortsteil Karthaus wiederum prägen dichte Wohnstraßen das Bild; hier kommen Bettwanzen (Cimex lectularius) bevorzugt über Secondhandmöbel, Reisegepäck oder angrenzende Mehrfamilienhäuser in die Wohnungen. Auch in Weddern und Hiddingsel sind Schaben (Blattella germanica, Blatta orientalis) in älteren Gaststätten und Lagerkellern ein wiederkehrendes Thema.
Die landwirtschaftlich geprägte Umgebung begünstigt außerdem den Befall durch Vorratsschädlinge: Getreidemotten, Kornkäfer und Mehlmilben finden in schlecht gedichteten Scheunen und Lagerräumen ideale Bedingungen. Für Betriebe in der Lebensmittelverarbeitung oder Gastronomie kann ein ungeregelter Schädlingsbefall schnell zur Verletzung von Hygieneauflagen führen - ein weiteres Argument für schnelles, fachkundiges Handeln.





