Düren und seine Ortsteile: Warum Schädlingsbefall hier besondere Aufmerksamkeit verdient
Düren vereint in seinem Stadtgebiet sehr unterschiedliche Strukturen, die jeweils eigene Risiken für Schädlingsbefall mitbringen. Die Innenstadt und die angrenzenden Gründerzeitviertel sind geprägt von dicht gestellten Mehrfamilienhäusern, älteren Kanalnetzen und einem hohen Wohnungsdurchsatz - Bedingungen, unter denen sich Bettwanzen, Schaben und Hausratten besonders leicht ausbreiten. Das historische Kanalnetz unter dem Stadtgebiet bietet Wanderratten optimale Wege, um von Abschnitt zu Abschnitt zu ziehen und in Keller oder Tiefgaragen einzudringen.
Die landwirtschaftlich geprägten Ortsteile im Norden und Osten des Kreises Düren, etwa Arnoldsweiler, Birgel, Krauthausen oder Merken, sehen sich mit einem anderen Schädlingsdruck konfrontiert: Mäuse und Ratten wandern aus Feldrandlagen in Wohngebäude ein, sobald die Ernte abgeschlossen ist und die Nahrungsgrundlage auf den Feldern abnimmt. Dieser saisonale Einwanderungseffekt ist im Oktober und November besonders ausgeprägt. Gleichzeitig sind in den Wald- und Randbereichen zum Hürtgenwald, etwa in Kufferath, Schöllershammer oder Distelrath, auch Hornissen und Wespen verstärkt anzutreffen.
Gewerbe- und Industriezonen in Düren, darunter die Bereiche entlang der B264 sowie die Industriegebiete in Lendersdorf und Birkesdorf, beherbergen Lebensmittelverarbeitungs- und Logistikbetriebe, in denen Schaben und Vorrats-Schädlinge besondere Hygienerisiken darstellen. Hier gelten verschärfte gesetzliche Anforderungen (§5 Biozid-Durchführungsverordnung), die nur von sachkundigen Fachbetrieben rechtskonform umgesetzt werden können.





