Duisburg als Schädlings-Hotspot: Geografie, Bebauung und Klima
Duisburg liegt im westlichen Ruhrgebiet, direkt an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Der Duisburger Innenhafen und der weltgrößte Binnenhafen - der Duisburger Hafen (duisport) - machen die Stadt zu einem internationalen Warenumschlagplatz. Güter aus aller Welt passieren täglich die Kaianlagen in Ruhrort und Hochfeld. Wo Waren transportiert werden, reisen Schädlinge mit: Schaben, Vorratsschädlinge und Nagetiere gelangen regelmäßig über Frachtcontainer, Paletten und Transportverpackungen in die Stadt.
Die dichte Bebauungsstruktur im Norden der Stadt - etwa in Alt-Hamborn, Bruckhausen, Beeck und Meiderich - besteht überwiegend aus Mehrfamilienhäusern der Gründerzeit und der frühen Nachkriegszeit. Diese Gebäude weisen oft undichte Kellergeschosse, veraltete Abwasserleitungen und schlecht gedämmte Dachböden auf: klassische Einzugstore für Ratten, Mäuse und Marder. Im Süden, in Stadtteilen wie Rheinhausen, Bissingheim oder Bliersheim, trifft dichtere Einfamilienhaussiedlung auf ausgedehnte Grünflächen und Rheinuferauen - ein Milieu, das Wespen, Hornissen und Feldmäuse begünstigt.
Das Klima in Duisburg ist mild-ozeanisch mit vergleichsweise warmen Sommern. Die städtische Wärmeinsel-Wirkung, verstärkt durch versiegelte Industrie- und Lagerflächen, sorgt dafür, dass wärmeliebende Arten wie die Gemeine Bettwanze (Cimex lectularius) oder die Deutsche Schabe (Blattella germanica) ganzjährig aktive Populationen aufrechterhalten können.





