Eichstätt und der Landkreis: Lage, Bebauung und Schädlingsdruck
Eichstätt liegt im südlichen Altmühltal auf einer Höhe von rund 390 Metern über dem Meeresspiegel, eingebettet zwischen Jurakalkhöhen und dem Flusstal der Altmühl. Der Landkreis Eichstätt erstreckt sich von der Schotterebene des oberen Donautals im Süden bis zu den bewaldeten Hochflächen der Frankenalb im Norden. Diese geografische Lage beeinflusst das Kleinklima der Stadt erheblich: Die Tallage sorgt für feucht-milde Winter und warme Sommer, was die Fortpflanzungszyklen vieler Schadorganismen begünstigt.
Die historische Altstadt mit ihren Barockbauten, dem Dom und den zahlreichen Klostergebäuden sowie die verdichtete Bebauung rund um die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt bieten Schädlingen wie Hausmäusen, Ratten und Schaben ideale Rückzugsorte. Alte Kanalsysteme, teils aus dem 18. und 19. Jahrhundert, sind besonders anfällig für Nagetierbefall. In den Außenortschaften Blumenberg, Buchenhüll, Landershofen, Marienstein, Oberwimpasing, Pietenfeld an der Leithen, Rebdorf, Unterwimpasing, Wasserzell und Wintershof prägt landwirtschaftliche Struktur das Bild: Scheunen, Getreidelager und Komposthaufen ziehen Ratten, Mäuse und Insekten an.
Hinzu kommt der Tourismusdruck: Eichstätt ist Anlaufpunkt für Jakobswegpilger und Naturpark-Besucher. Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen haben ein erhöhtes Risiko für die Einschleppung von Bettwanzen durch häufig wechselnde Gäste. Auch die gastronomische Infrastruktur rund um den Residenzplatz ist ein bekannter Hotspot für Schädlingsprobleme in Küchen und Vorratsbereichen.





