Elmshorn und der Kreis Pinneberg: Warum Schädlinge hier optimale Bedingungen finden
Elmshorn liegt in der Schleswig-Holsteinischen Marsch, eingebettet zwischen der Krückauniederung im Süden und ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen im Norden. Das vergleichsweise milde, feuchte Küstenklima begünstigt die Vermehrung von Schadnagern, Insekten und Vorratspädlingen das gesamte Jahr hindurch. Anders als in trockeneren Regionen Deutschlands sorgen die hohen Niederschlagsmengen und das enge Kanalnetz der Krückau dafür, dass Ratten und Wanderratten (Rattus norvegicus) ideale Rückzugsräume in Kanalschächten, Böschungen und Kellerräumen vorfinden.
Die Bebauungsstruktur der Stadt verstärkt diesen Druck erheblich. In den gründerzeitlichen Straßenzügen der Innenstadt sowie in den Nachkriegsquartieren rund um Vosskuhlen und Offenau finden sich viele Gebäude mit Hohlräumen in Außenwänden, schlecht gedämmten Kellern und veralteten Abwasserleitungen. Hinzu kommen ausgedehnte Gewerbe- und Lagerareale entlang der B431 und der B5, auf denen Lebensmittel, Verpackungsmaterialien und organische Abfälle für Schaben (Blatta orientalis, Periplaneta americana) und Mäuse (Mus musculus) permanent Nahrungsquellen bieten.
Auch die Grünzüge zwischen den Ortsteilen Köhnholz, Ekholt und Heidmühle sind relevante Eintrittspforten: Über Brachflächen, Hecken und Waldränder gelangen Marder, Ratten und Wühlmäuse regelmäßig in angrenzende Wohn- und Kleingartenanlagen. Wer in Papenhöhe oder Lauenberg ein Einfamilienhaus bewohnt, kennt das Problem bereits aus der Nachbarschaft.





