Emmendingen und seine Lage als Faktor im Schädlingsgeschehen
Emmendingen ist mit rund 27.000 Einwohnern die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises und fungiert als regionales Versorgungszentrum zwischen Freiburg im Breisgau im Süden und Lahr im Norden. Die Stadt gliedert sich in einen dicht bebauten Stadtkern mit gründerzeitlichen Gebäuden und Nachkriegsbebauung sowie zahlreiche Ortsteile wie Altdorf, Mundingen, Windenreute oder Wöpplinsberg, die ländlichen Charakter mit altem Bestand an Fachwerkhäusern, Scheunen und Kellern aufweisen. Genau dieser Mix aus urbanem Kern und ländlicher Peripherie ist schädlingsrelevant: Während im Innenstadtbereich Bettwanzen, Schaben und Hausratten besonders häufig auftreten, sorgen die Außenbezirke rund um die Ortsteile Maleck, Obere Höfe und Untere Höfe für klassische Feldmaus-, Wühlmaus- und Rattenprobleme an Gärten und Obstanlagen.
Die Nähe zur Elz, die durch das Stadtgebiet fließt, sowie diverse Bewässerungsgräben und feuchte Niederungsbereiche entlang der Rheinebene schaffen ein Biotop, das Ratten und Wanderratten (Rattus norvegicus) dauerhaft anzieht. Feuchte Keller in älteren Gebäuden des Ortskerns bieten zudem ideale Lebensbedingungen für Kellerasseln, Silberfischchen und Schimmelfliegen. In Weinbaugebieten nahe Kollmarsreute und Wasser sind zudem Nager-Probleme im Herbst nach der Lese keine Seltenheit, da Erntereste und Lagerstätten Nahrungsquellen bieten.
Auch das Klima spielt eine Rolle: Der Breisgau gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Durchschnittliche Jahrestemperaturen über 10 Grad Celsius und heiße Sommer fördern die Vermehrungszyklen von Insekten erheblich. Bettwanzen beispielsweise reproduzieren sich bei Temperaturen über 23 Grad Celsius signifikant schneller; eine Wespenkönigin kann in Emmendingen bereits ab April mit dem Nestbau beginnen, sodass Nester bis August mehrere Tausend Tiere umfassen können.





