Erlangen: Stadtstruktur und regionaler Schädlingsdruck
Erlangen liegt im mittelfränkischen Regnitztal, eingebettet zwischen dem Nürnberger Knoblauchsland im Süden und dem Steigerwald-Vorland im Nordosten. Die Stadt gehört zur Metropolregion Nürnberg und grenzt direkt an die kreisfreien Städte Nürnberg und Fürth sowie an den Landkreis Erlangen-Höchstadt. Diese dichte Vernetzung bedeutet, dass Schädlinge auf Verkehrswegen, über Lieferketten und entlang von Grünzügen problemlos in die Stadt einwandern können.
Die Regnitz und ihre Auen, die sich von Eltersdorf und Kriegenbrunn im Süden bis nach Bruck und Häusling im Norden durch das Stadtgebiet ziehen, bieten Wanderratten (Rattus norvegicus) ideale Lebensbedingungen: Feuchtigkeit, Deckung durch Ufervegetation und eine Vielzahl von Siedlungsrändern in unmittelbarer Nähe. Hinzu kommen zahlreiche Kleingartenanlagen und der Dechsendorfer Weiher als weiterer Feuchtigkeitspol im Westen der Stadt.
Die historische Bebauung der Erlanger Innenstadt - Gründerzeitfassaden, Fachwerkhäuser in der Altstadt sowie die charakteristischen Hugenottenhäuser - weist häufig Altbausubstanz mit schwer zugänglichen Hohlräumen auf, in denen sich Hausmäuse, Schaben und Silberfischchen dauerhaft ansiedeln können. In den Gewerbegebieten entlang der Äußeren Brucker Straße und im Technologiepark Erlangen besteht ein erhöhtes Risiko für Vorratsschädlinge und Schaben in Produktions- oder Laborbereichen.





