Falkensee und seine Besonderheiten als Schädlingslebensraum
Falkensee liegt im Landkreis Havelland, rund 20 Kilometer westlich des Berliner Stadtzentrums, direkt an der Stadtgrenze zu Berlin-Spandau. Die Stadt ist historisch als Gartenstadt gewachsen: Große Teile des Stadtgebiets, insbesondere Finkenkrug, Gartenstadt Falkenhöh und Seegefeld, sind durch ältere Einfamilienhäuser mit großen Grundstücken, Laubholzbestand und naturnahen Gärten geprägt. Diese Bebauungsstruktur bietet Kleinnagern wie Mäusen und Ratten exzellente Versteck- und Nahrungsquellen, besonders in Komposthaufen, Gartengeräteschuppen und unter Holzstapeln.
Hinzu kommt die unmittelbare Nähe zu Wald- und Seeflächen. Der Falkenhagener See und die angrenzenden Feuchtzonen im Norden der Stadt sind natürliche Habitate für Ratten (Rattus norvegicus), die entlang von Kanälen und Abwasserleitungen in Wohnbereiche vordringen. Die Berliner S-Bahn-Linie S3 und die Regionalbahnanbindung machen Falkensee zur Pendlerstadt: Hoher Durchgangsverkehr und dichte Bebauung entlang der Bahnachse erhöhen den Eintragerisiko für Bettwanzen, die häufig über Reisegepäck oder gebrauchte Möbel in Wohnungen gelangen.
Auch die zahlreichen Neubaugebiete in Falkensee-Nordwest und Neuseegefeld sind nicht frei von Schädlingsdruck. Frische Bebauung stört bestehende Tierpopulationen, was Nagetiere in umliegende Bestandsgebäude verdrängt. Schaben finden in Neubauten mit schlecht abgedichteten Leitungsschächten schnell Nischen zur Ausbreitung.





