Fehmarn als Insel: Besondere Bedingungen für Schädlingsdruck
Die Insel Fehmarn liegt in der westlichen Ostsee, verbunden mit dem schleswig-holsteinischen Festland über den Fehmarnsund und die gleichnamige Brücke. Das milde Küstenklima mit warmen Sommern und vergleichsweise milden Wintern begünstigt die ganzjährige Aktivität vieler Schädlingsarten. Anders als im Binnenland gibt es hier kaum natürliche Kälteperioden, die Schädlingspopulationen dauerhaft zurückdrängen.
Die Bebauungsstruktur der Insel ist vielfältig: In Burg auf Fehmarn als zentralem Ort finden sich Altbauten aus der Gründerzeit neben modernen Mehrfamilienhäusern, während Ortsteile wie Bojendorf, Gahlendorf oder Blieschendorf von landwirtschaftlich geprägten Hofanlagen dominiert werden. Getreidelager, Stallungen und Scheunen in diesen ländlichen Bereichen bieten Ratten und Mäusen ideale Nistbedingungen. Gleichzeitig sorgt der Tourismus für eine hohe Fluktuation in Ferienhäusern und Hotels, was die Verschleppung von Bettwanzen oder Schaben aus anderen Regionen deutlich erleichtert.
Die geplante Fehmarnbelt-Querung und die damit verbundene Bautätigkeit rund um Puttgarden und Fehmarnsund bringt zusätzliche Logistik- und Baufahrzeuge auf die Insel - ein bekannter Verbreitungsweg für Wanderratten und andere Schädlinge entlang von Versorgungsrouten.





