Forst (Lausitz): Lage, Bebauung und regionaler Schädlingsdruck
Forst liegt eingebettet zwischen der Neiße im Osten und ausgedehnten Kiefernwäldern im Westen. Die Stadtstruktur ist geprägt von einer historischen Innenstadt mit gründerzeitlichen Mehrfamilienhäusern, in denen ältere Leitungssysteme, feuchte Keller und schlecht abgedichtete Versorgungsschächte optimale Einzugstore für Schädlinge bilden. Besonders Ratten und Mäuse nutzen undichte Abwasserkanäle, die in vielen dieser Altbauten noch aus der Vorkriegszeit stammen.
Im Umland, in Ortsteilen wie Naundorf, Noßdorf oder Weißagk, dominieren landwirtschaftlich geprägte Strukturen mit Scheunen, Stallgebäuden und Getreidelagern. Hier ist der Befallsdruck durch Nagetiere und vorratsschädliche Insekten wie den Kornkäfer oder die Mehlmotte besonders hoch. Die Nähe zur Lausitzer Neiße begünstigt zudem eine erhöhte Mückenpopulation im Sommer und fördert die Ausbreitung von Wanderratten entlang der Uferbereiche.
Die grenznahe Lage zu Polen bringt bei bestimmten Schädlingsarten - insbesondere bei Bettwanzen - ein erhöhtes Einschleppungsrisiko über Reise- und Warenverkehr mit sich. Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen im Stadtgebiet Forst sollten daher regelmäßige Kontrollmaßnahmen einplanen.





