Freiburg im Breisgau: Geografie und typischer Schädlingsdruck
Die geographische Lage Freiburgs auf rund 278 Metern über dem Meeresspiegel am Westrand des Schwarzwaldes sorgt für ein besonders mildes Stadtklima. Die sogenannte "Freiburger Wärminsel" verlängert die Aktivitätsphasen vieler Insektenarten deutlich. Wespen und Hornissen nutzen Hohlräume in Fachwerkhäusern der Altstadt ebenso wie Dämmschichten moderner Niedrigenergiehäuser in Rieselfeld oder Betzenhausen. Schädlingsbekämpfer berichten, dass Nestergrößen von Gemeinschaftlichen Wespen (Vespula vulgaris) in Freiburg durch die milden Herbste oft weit über 10.000 Individuen erreichen.
Die Nähe zur Dreisam und zu den ausgedehnten Auenwäldern östlich des Stadtzentrums schafft ideale Wanderrouten für Wanderratten (Rattus norvegicus). Besonders in Ortsteilen wie Littenweiler, Ebnet und Oberau, die direkt ans Dreisamtal angrenzen, treten Rattenbefall in Kellern und Gartenanlagen regelmäßig auf. Im dicht bebauten Stühlinger und Lehen wiederum verlaufen historische Kanalisationsstränge, die als Eintrittspfade für Nager dienen. Der Mundenhof - bekannt als stadtnaher Erlebnisbauernhof - zieht mit seiner Tierhaltung zusätzlich Mäuse und Ratten aus dem Umland an.
Freiburgs Universität, zahlreiche Hochschulen und ein starker Tourismus (über 2 Millionen Gästeübernachtungen pro Jahr) erhöhen den Wechsel von Personen und Möbeln in Mietwohnungen erheblich. Das ist der klassische Verbreitungsweg für Bettwanzen (Cimex lectularius): Ein infiziertes Gepäckstück oder ein gebraucht gekauftes Bettgestell genügt, um einen Befall in Gang zu setzen.





