Neutraubling im Landkreis Regensburg: Lage und Schädlingsdruck
Neutraubling grenzt im Norden direkt an das Regensburger Stadtgebiet und profitiert von der Nähe zur Donau sowie zur fruchtbaren Ebene des bayerischen Vorlandes. Die geografische Lage in einer klimatisch milden Talniederung begünstigt eine hohe Populationsdichte verschiedener Schadorganismen. Die Donauniederungen östlich und nördlich der Stadt bieten Wanderratten (Rattus norvegicus) optimale Ausbreitungswege in Richtung bebauter Ortschaften.
Das ausgeprägte Gewerbegebiet im Süden der Stadt, in dem Logistik- und Produktionsbetriebe ansässig sind, stellt einen besonderen Risikofaktor dar: Wareneingänge aus verschiedenen Regionen können Schädlinge wie Küchenschaben (Blattella germanica), Vorratsschädlinge oder sogar Bettwanzen einschleppen. Palettenware, Transportverpackungen und Zwischenlager sind klassische Eintrittspforten. Auch die angrenzenden Ortsteile Bärnzell und Lerchenfeld, die stärker ländlich geprägt sind, sind nicht frei von Schädlingsdruck: Wühlmäuse, Maulwürfe und Feldmäuse aus dem Umland finden in Gärten, Kellern und Nebengebäuden regelmäßig Unterschlupf.
Die Bebauungsstruktur in Neutraubling selbst reicht von kompakten Mehrfamilienhäusern der 1960er- und 1970er-Jahre über durchgrünte Einfamilienhaussiedlungen bis hin zu neueren Stadtrandquartieren. Ältere Gebäude mit undichten Keller-Mauerdurchführungen, schlecht schließenden Abwasserleitungen und Hohlräumen in Zwischendecken sind besonders anfällig für Nagertiere und Insekten.





