Aachen und seine Besonderheiten als Schädlingsstandort
Aachen liegt im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande auf rund 175 Metern Höhe im Aachener Becken, eingerahmt vom Aachener Wald im Süden und den Ausläufern des Hohen Venns. Das milde, feuchte atlantische Klima mit vergleichsweise warmen Wintern begünstigt die ganzjährige Aktivität vieler Schädlinge, die in kontinentalen Lagen winterliche Ruhephasen einlegen. Ratten, Hausmäuse und Schaben profitieren von milden Temperaturen und ziehen sich auch im Winter kaum vollständig zurück.
Die Bebauungsstruktur ist außerordentlich vielfältig: Die dicht bebaute Altstadt rund um den Aachener Dom und den Marktplatz verfügt über jahrhundertealte Keller und ein verzweigtes Kanalnetz - ein Paradies für Wanderratten (Rattus norvegicus). In den Gründerzeitvierteln wie dem Frankenberger Viertel oder Marienthal finden sich großflächige Mietshäuser mit alten Hohlraumdecken und schlecht gedämmten Dachböden, in denen Tauben, Marder und Holzschädlinge ideale Nistmöglichkeiten finden. Die Studierendenviertel rund um die RWTH Aachen und die FH Aachen bringen zudem eine hohe Fluktuation von Bewohnern mit sich - was den Eintrag von Bettwanzen über gebrauchte Möbel oder Reisegepäck erheblich begünstigt.
In den äußeren Ortsteilen wie Kornelimünster, Horbach, Friesenrath oder Lichtenbusch dominiert eher ländliche bis vorstädtische Bebauung. Hier treten neben Nagetieren vor allem Wespen und Hornissen in Hohlräumen von Einfamilienhäusern sowie Holzschädlinge in alten Fachwerkkonstruktionen auf. Auch in Haaren und Eilendorf, wo Industrie- und Gewerbeareale an Wohngebiete grenzen, ist der Schädlingsdruck erhöht.





