Alfter im Rhein-Sieg-Kreis: Lage, Bebauung und Schädlingsdruck
Mit rund 21.800 Einwohnern auf sieben Ortsteile verteilt ist Alfter eine der bevölkerungsreicheren Gemeinden im nördlichen Rhein-Sieg-Kreis. Die unmittelbare Nähe zu Bonn - Witterschlick und Oedekoven grenzen praktisch nahtlos an das Bonner Stadtgebiet - bedeutet, dass Schädlingspopulationen keine Gemeindegrenzen kennen. Ratten, die aus der Bonner Kanalisation in Richtung Alfter wandern, sind ebenso dokumentiert wie Bettwanzenbefall, der sich durch Pendlerbewegungen und Mieterwechsel in Wohngebieten ausbreitet.
Die landwirtschaftlich geprägten Randlagen rund um Gielsdorf, Impekoven und Volmershoven erzeugen einen eigenen Schädlingsdruck: Mäuse und Ratten finden in Scheunen, Kompostanlagen und Feldrandgehölzen optimale Lebensräume und gelangen von dort regelmäßig in angrenzende Wohngebäude, sobald im Herbst die Temperaturen sinken. Gleichzeitig sorgen die zahlreichen älteren Einfamilienhäuser und Reihenhauszeilen in Oedekoven und Witterschlick für Hohlräume, Risse und schlecht gedämmte Dachböden - typische Eintrittspunkte für Schädlinge jeder Art.
Der Rhein-Sieg-Kreis verzeichnet darüber hinaus in den letzten Jahren eine deutlich gestiegene Wespen- und Hornissendichte, bedingt durch milde Winter und ein wachsendes Nahrungsangebot in dicht besiedelten Bereichen. Gerade Dachböden und Rolladenkästen in den Bestandsgebäuden der Gemeinde sind beliebte Neststandorte.





